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Vorgestellt: Das ist Patrik Baboumian

Foto: Caroline Pitzke

Heute im Interview: Kraftsportler, Veganer und mehrfacher Titel- und Rekordträger Patrik Baboumian. Wann und wie Patrik zur veganen Ernährung kam und welche Motive er mit seinem Sport wirklich verfolgt, erfahrt ihr hier.

Kraftsport und fleischfreie Ernährung

Patrik hat bereits mit 14 Jahren Kraftsport betrieben. Ebenfalls sehr früh hat er für sich entschieden, vegetarisch zu leben. Allerdings betont Patrik, dass dies nie eine Entscheidung wegen des Sports war, sondern einzig und allein tierethische Hintergründe hatte. Sowohl im Bodybuilding, was er in seiner frühen Karriere betrieb, als auch in den darauffolgenden Phasen im Leicht- und später Schwergewicht aß Patrik kein Fleisch. Insbesondere als er 2011 den Titel des „Stärksten Manns Deutschlands“ erhielt, gewann seine Ernährungsweise mediale Aufmerksamkeit. Kraft wie diese ohne Fleisch? Das es funktioniert, hat Patrik zu diesem Zeitpunkt bewiesen. Doch selbst da hatte er selbst nicht geglaubt, dass eine rein vegane Ernährung, bei gleichbleibender Belastung, umzusetzen wäre. Schließlich hatte er selbst kein Vorbild, an dem er sich orientieren konnte. Er beschloss, selbst zum Paradebeispiel zu werden.

Über Kritiker, die noch heute behaupten ohne tierische Produkte erhält der Körper nicht genügend Eiweiß sagt Patrik mit Humor: „Du bist Ich vor 10 Jahren.“

Patrik Baboumian, seit dem 01.12.21 10 Jahre vegan

Ein veganer Muskelmann?

Die Berichte über den damals noch vegetarisch lebenden Kraftsportler häuften sich und mit ihnen erwuchs in Patrik der Wunsch, den Menschen zu zeigen, dass nicht nur Vegetarier sondern auch Veganer zu sportlichen Höchstleistungen im Stande sind. Er selbst hat sich schnell bewiesen, dass sein Glaubenssatz „Vegan und Muskeln sind nicht vereinbar“ haltlos war und genauso wollte er es allen anderen Menschen beweisen. Sein Erfolg überzeugt die Leute vom Gegenteil. Die damit einhergehende Aufmerksamkeit nutzt Patrik um auf Tierethik und Vorurteile gegenüber VeganerInnen aufmerksam zu machen. Der Aktivismus stand für den Kraftsportler immer im Zentrum seiner Arbeit.

Der Alltag eines „Strongmans“

Auch wenn Patrik erzählt, dass er seitdem er vegan lebt kaum anders isst, als zu Zeiten davor – da es für Schnitzel, Burger und Co. 1:1 pflanzliche Alternativen gibt, betont der Kraftsportler, dass insbesondere in Wettkampfzeiten oder wenn er ein körperliches Ziel anstrebt, Essen eher einem funktionalen Zweck dient, als dem Genuss. Schrittweise nähert sich der Sportler an eine immer striktere Diät an, um in körperlicher Höchstform zu sein. Hinzu kommen 4-5 Stunden intensives Training.

The Game Changers

2013 stellte Patrik den Weltrekord im Yoke-Walk auf, bei dem er ein Gewicht von 550 Kilo über 10 Meter transportierte. Dieser Erfolg wurde unter anderem von der Produktion des Dokumentarfilms „The Game Changers“ begleitet. Der Film zeigt Leistungssportler in den unterschiedlichsten Disziplinen und zeigt die Korrelation zwischen dem Sport und ihrer veganen Ernährungsweise auf.


Das Video zum Interview

Hinweis: Das innovative Projekt „Vorgestellt“ wird durch Mittel Europäischer Sozialfonds unterstützt.

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