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Vorgestellt: Das ist Annett Förster

Annett Förster ist Heilpraktikerin, Inhaberin der veganen Manufaktur Sauberkunst sowie Gründerin ihres eigenen Familienbetriebs „Das Försters“, ein veganes Restaurant im Herzen Berlins. In der 11. Folge des Vorgestellt Formats erzählt Annett uns mehr über ihren Weg hin zum Veganismus. Außerdem erfahren wir, wie es zur Gründung ihrer beiden Unternehmen kam und was sie in ihrer Arbeit antreibt. Viel Spaß beim Lesen!

Die Lösung hieß Veganismus

Annett wurde im Februar 2011, gemeinsam mit ihrem Ehemann, vegan. Der Hauptausschlaggeber war damals ein gesundheitlicher Tiefschlag ihres Mannes, den sie so nicht hinnehmen wollte. „Ich war schon immer ein Mensch, der eher in Lösungen denkt, als im Problem zu sein“ – erklärt Annett. Die Lösung für das damalige Problem lag in der Umstellung der Ernährung auf vegane Kost. Dicht gefolgt von der Motivation, ein gesünderes Leben zu führe, standen die Themen (Massen)-tierhaltung hoch oben auf der Liste ihrer Beweggründe. Zwar ist Annett selbst auf einem Bauernhof großgeworden, doch hinterfragte das System dahinter lange Zeit über nicht. Aus diesem Grund ließ sie auch ihre Kinder frei entscheiden, ob die vegane Ernährung der richtige Weg für sie ist. „Ich selbst brauchte über 30 Jahre, um zu begreifen, was dahintersteckt.“, erklärt Annett. So wurde der Familie so viel Zeit für die Entscheidungsfindung eingeräumt, wie sie brauchten.

„Ich war schon immer ein Mensch, der eher in Lösungen denkt, als im Problem zu sein“

„Ist das vegan oder kann man das essen?“

Auch Annett hatte anfänglich Schwierigkeiten, auf ihre kulinarische Leidenschaft – den Käse, zu verzichten. Das Angebot 2011 war mit der heutigen Vielfalt guter Alternativprodukte nicht zu vergleichen, was die Umstellung erheblich erschwerte. Mit Sicherheit einer der Gründe dafür, warum auch Annett´s Kinder sich nicht die Butter vom Brot nehmen ließen. Nach dem Motto „Ist das vegan oder kann man das essen“ begegneten die (damals) zwei Töchter der Thematik mit Skepsis. Umso größer war die Freude über Komplimente wie: „Das schmeckt ja viel besser, als das Original“. Erste Annäherungen, die wenige Jahre später in die Überzeugung der Töchter von der veganen Ernährung mündete. Die jüngste Tochter war bereits vor ihrer Geburt vegan, sodass das Thema in ihrer Lebenswelt direkt fest verankert war. Heute heißt es bei den Försters: „Ist das vegan, kann ich das essen?“.

Von der Heilpraxis zur Manufaktur

2012 gründete Annett die Manufaktur Sauberkunst. Eine Entscheidung, die sie aufgrund der hohen Nachfrage an ihren handgemachten Seifen traf. Als praktizierende Heilpraktikerin verschob sich ihr Fokus auf die Behandlung von Personen mit Hautkrankheiten, für die sie eine eigene Pflegeserie entwickelte, um bspw. den Verlauf von Schüben einer Neurodermitis vorbeugend zu lindern. Ihre Hautpflege fand bei ihren Patient:innen großen Anklang, sodass der Schritt hin zur Manufaktur notwendig wurde, um der hohen Nachfrage gerecht werden zu können. Annett achtete von Anfang an nicht nur auf den Gebrauch veganer Inhaltsstoffe, sondern verzichtete auch komplett auf Palmöl. Mit diesem Alleinstellungsmerkmal hob sie sich von Konkurent:innen ab. Heute beschäftigt das Unternehmen 50 Mitarbeiter:innen.

Du willst mehr über Sauberkunst erfahren? Schau mal bei diesen Videos vorbei:

Das Försters – „Ein Platz für Alle“

Die Idee, neben der Manufaktur auch noch ein zweites Unternehmen auf die Beine zu stellen, kam der Familie bei einer mehrwöchigen Rucksackreise von Bangkok nach Singapur. Auf ihrer Reise kehrte die Familie in ein Bistro ein, was nicht nur mit leckeren hausgemachten Speisen, sondern auch mit einer heimeligen Wohlfühlatmosphäre überraschte. Der Wunsch nach einem ähnlich gemütlichen Rückzugsort innerhalb Berlins brachte die Familie schließlich auf die Idee, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Das Herzensprojekt der Familie wurde schließlich im Oktober 2019 in die Tat umgesetzt. Mit Hilfe des Spitzenkochs Stefan und dem restlichen Team, das hinter dem veganen Restaurant steht, wird im Försters seither eine vierteljährig wechselnde Speisekarte angeboten, die Hausmannskost wie Schnitzel und aus den Reisen der Familie inspirierte Speisen z.B. Paella vereint. Das Försters bringt Leute verschiedener Generationen zusammen, schafft erinnerungswürdige Momente und ist, so Annett, „ein Platz für Alle“.

„Das Schaffen ist es, was mich motiviert, sich zu verwirklichen und einen Beitrag zu leisten.“


Das Video zum Interview

Hinweis: Das innovative Projekt „Vorgestellt“ wird durch Mittel Europäischer Sozialfonds unterstützt.

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